Sportrollstuhl

Beim Rollstuhlbasketball braucht man einen Rollstuhl, der nicht so schnell kippt und dessen Rahmen besonders stabil ist. Wie bei allen anderen Rollstühlen ist auch hier ein hohes Maß an Anpassbarkeit möglich, das dem Spieler sowohl Sicherheit als auch Komfort ermöglicht.

Ein Basketballrollstuhl ist ein ganz individuell auf den einzelnen angefertigtes / angepasstes Sportgerät, dass man nicht einfach „von der Stange“ kauft, sondern das eigens für den Sportler angefertigt wird und dabei Körpermaße, spezielle Bedürfnisse und Spielposition berücksichtigt. Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Am Ende muss der Rollstuhl passen wie eine zweite Haut. Der Rahmen ist fest verschweißt und damit äußerst belastbar. Die Räder besitzen einen Achssturz von bis zu 21 Grad, was den Rollstuhl besonders wendig macht und Fahrstabilität mit sich bringt. Die Sitzposition wird abhängig von Behinderung und Spielposition gewählt, nach oben hin jedoch limitiert. Der Raddurchmesser darf 28 Zoll nicht überschreiten. Jeder Rollstuhl muss mit einem Rammbügel ausgerüstet sein, der nicht mehr als elf Zentimeter über dem Boden liegt

Was wird bei der Rollstuhlanpassung genau gemacht?
Man wird von Kopf bis Fuß vermessen, besonders wichtig ist dabei die Beinlänge. Diesem Wert entsprechend werden nämlich die Räder ausgerichtet. Daneben muss auch die Rückenlehne zum Sportler passen. Ist sie zu hoch, stört sie, ist sie zu niedrig, fehlt im Spiel die Stabilität. Die Sitzposition hängt stark von der Art der Behinderung ab. Sportler, die eine höhere Querschnittslähmung haben, also nur wenige Bauch- und Rückenmuskeln haben, sitzen normalerweise etwas tiefer. Dadurch sitzt man stabiler. Da muss man jede Menge rumprobieren, was dann tatsächlich zwei Wochen in Anspruch nehmen kann, bis alles richtig eingestellt ist. Am Anfang fühlt sich ein neuer Rollstuhl oft komplett fremd an. Daher mag man es auch oftmals nicht besonders, wenn man einen neuen Sportrollstuhl bekommt. Wenn es einmal passt, passt es. Dann will man eigentlich keine große Veränderung.

Was kann der Basketballrollstuhl, was ein Straßenrollstuhl nicht kann?
Die Räder sind stärker geneigt, das gibt mir mehr Wendigkeit und Stabilität. Zudem hat man vor den Füßen eine Stoßstange, die dafür sorgt, dass die Füße beim Zusammenstoß mit der Gegnerin geschützt sind. Außerdem hat man Gurte über den Beinen und am Bauch, die dafür sorgen, dass man nicht aus dem Sitz herausgeschleudert wird, wenn der Rollstuhl während des Spiels umfällt. Und dann hat der Rollstuhl noch zwei Stützräder, mit denen man sich auch einmal zurücklehnen kann, wenn man von ganz hinten werfen will, ohne gleich umzufallen.

„Er ist für mich ein normales Sportgerät, das man pflegen muss und das auch einmal kaputtgehen kann. Er ist für mich schon wichtig, aber eben nur als ein bedeutender Gebrauchsgegenstand.“